Dieser Steinbau entstand etwa um 100 n. Chr. und ersetzte eine aus Holz gebaute ältere Anlage. Das Trierer Amphitheater war in den Hang des Petrisberges gebaut. Bei der Wahl dieses Standortes dürften nicht zuletzt die Baukosten mitentscheidend gewesen sein, da durch den Einbau in den Hang eine komplizierte und kostenaufwendige Baukonstruktion erspart wurde. Unter den rund 70 bekannten römischen Amphitheater nimmt das Trierer von seiner Größe her den 10. Platz ein und bot etwa 18.000 bis 20.000 Zuschauern Platz . Beim Bau der Anlage hat man das beim Aushub am Berg angefallene Erdreich auf der Gegenseite zu einem Hang aufgeschüttet, wodurch sich das trichterförmige Oval ergab.
Zentralpunkt der Anlage war die etwa 75 mal 50 m große Arena, die mit einer 3 bis 4 m hohen Mauer begrenzt war. Sie diente der Sicherheit und der besseren Sicht der Zuschauer.Wie Pfostenreste bezeugen, stand vor dieser Mauer eine hölzerne Schutzwand, wie sie heute noch im Süden bei Stierkampfarenen üblich sind.
Der gewählte Blick erfaßt das Südtor der Anlage und zeigt u. a. die im 2. Jh. errichtete, hier auf die Wangenmauer aufgesetzte und über die westliche Dammkorone verlaufende Stadtmauer.